Checkpoint Charlie: was echt ist und was Kulisse am Grenzübergang Friedrichstraße

Checkpoint Charlie: Der nachgebaute Kontrollposten ist Kulisse seit 2000. Was echt ist, wo das Original-Häuschen steht und was das Mauermuseum zeigt.

Checkpoint Charlie Berlin
DoD photo by: STAFF SERGEANT F. LEE COCKRAN , Public domain via Wikimedia Commons

Am Checkpoint Charlie: Was Echt Ist Und Was Kulisse

Ein Schauspieler in einer US Felduniform winkt Sie zu einem Foto. Hinter ihm eine Sandsackbarrikade, ein weißer Holzkasten mit der Aufschrift „Checkpoint Charlie“. Was echt ist und was Kulisse, lässt sich an der Friedrichstraße nur mit einer genauen Inventur des Ortes beantworten. Der originale Grenzübergang wurde 1990 abgerissen. Was heute auf dem Asphalt steht, kam erst später.

Die Grenzmarkierung Im Strassenpflaster Und Die Tafel Der Sektorengrenzen

Fangen Sie mit dem Boden an. In das Pflaster der Friedrichstraße ist eine Linie aus Steinen eingelassen, die den genauen Verlauf der Grenze zwischen dem Amerikanischen und dem Sowjetischen Sektor markiert. Diese Grenzmarkierung ist originalgetreu und liegt am historischen Ort. Daneben steht die Informationstafel mit den Sektorengrenzen. Beide Elemente sind echt.

Sie zeigen genau an, wo die Alliierten und die Grenzsoldaten der DDR aufeinander trafen und wo 1961 die Panzerkonfrontation zwischen US amerikanischen M48 Patton und sowjetischen T 55 stattfand. Ein Standbild von Frank Thiel erinnert seit dem 27. Oktober 2005 daran.

Mauermuseum Haus Am Checkpoint Charlie: Das Original Seit 1963

Das Mauermuseum Haus am Checkpoint Charlie, eröffnet am 14. Juni 1963, ist der zweite authentische Ort an diesem Platz. Das Museum dokumentiert Fluchten über die Berliner Mauer und die Arbeit der Grenzsoldaten. Die Öffnungszeiten sind täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr. Die Eintrittspreise legt die Bundesstiftung Aufarbeitung jährlich neu fest. Prüfen Sie die aktuellen Werte vor Ihrem Besuch auf deren Seite.

Das Gebäude selbst ist kein Nachbau. Es steht seit den sechziger Jahren an der Friedrichstraße 43-45 und war schon zu DDR Zeiten der Standort eines Grenzmuseums.

Checkpoint Charlie Originalteile: Der Kontrollposten Im Alliiertenmuseum

Die Frage nach den Originalteilen ist kurz beantwortet: Sie stehen nicht an der Friedrichstraße. Das originale Wachhaus, jener weiße Kasten mit der Aufschrift, den Sie von historischen Fotografien kennen, wurde 1990 abgebaut und an das Alliiertenmuseum im Ortsteil Dahlem transportiert. Dort steht es bis heute, geschützt und dokumentiert.

Planen Sie einen separaten Besuch im Alliiertenmuseum ein. Die Fahrt mit der U Bahn vom Checkpoint Charlie bis zum Museumsstandort dauert etwa 30 Minuten. Am Grenzübergang Friedrichstraße selbst sehen Sie nur die Kopie.

Der Nachgebaute Kontrollposten: Kopie Aus Dem Jahr 2000

Die Kulisse, die heute das Bild des Ortes prägt, ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 2000. Der nachgebaute Kontrollposten, die Sandsackbarrikade und die Schauspieler in Uniformen wurden aufgestellt, um dem touristischen Publikum ein Fotomotiv zu liefern. Der Nachbau steht auf dem Gehweg der Friedrichstraße 43-45.

Die Schauspieler tragen Uniformen, die an die Alliierten Streitkräfte und die Grenzsoldaten erinnern, und verlangen für ein Foto Geld. Die Preise sind nicht festgeschrieben. Verhandeln Sie, bevor Sie posieren.

Friedrichstrasse Berlin
Shisma , CC0 via Wikimedia Commons

Grenzübergang Friedrichstraße: Die Touristenfalle Und Ihre Begründung

Was Hier Fehlt

Checkpoint Charlie Touristenfalle ist keine Übertreibung. Der Ort leidet unter kommerzieller Überformung. Souvenirstände verkaufen Mauerstücke, die nie in der Mauer waren, triviale T Shirts und billige Russenmützen. Die fehlende originale Bausubstanz vor Ort wird durch aufgeregte Kulisse ersetzt. Die Fotografen verlangen Geld für ein Bild vor einer Kopie.

Was Hier Anfängt

Wenn Sie nur diesen Platz besuchen und denken, Sie hätten die Berliner Mauer und die Transformation der 1990er Jahre verstanden, irren Sie. Der Umbau der Stadt fand kilometerweit entfernt auf leeren Brachen und in Hinterhöfen statt. Nutzen Sie den Ort als einen Punkt auf einer Route, nicht als Ziel.

Die Fotoinstallation Und Die BlackBox: Weitere Stationen Vor Ort

Zwei zusätzliche Ausstellungen ergänzen den Platz. Die Fotoinstallation „Die Mauer, Eine Grenze durch Deutschland“ der Bundesstiftung Aufarbeitung, eröffnet 2015, ist frei zugänglich. Sie zeigt historische Aufnahmen der Grenzanlagen.

Die BlackBox Kalter Krieg, eröffnet 2012, kostet Eintritt. Die Preise legt der Betreiber jährlich neu fest, prüfen Sie die aktuellen Werte vor Ort. Beide sind seriöse Informationsquellen, die die Geschichte des Grenzübergangs Friedrichstraße und der Panzerkonfrontation von 1961 erklären. Sie lohnen sich, wenn Sie die militärische und politische Dimension des Ortes erfahren wollen. Die Wachturm Kopie, die einige Besucher suchen, ist nicht die Attraktion: Der Turm auf dem Platz ist eine freie Rekonstruktion ohne historischen Wert.

Common Questions

Ist der Checkpoint Charlie original?

Nein. Der originale Grenzübergang wurde 1990 abgerissen. Das Wachhaus steht seitdem im Alliiertenmuseum in Dahlem. Was Sie heute sehen, ist ein Nachbau aus dem Jahr 2000.

Wie viel kostet ein Foto mit den Schauspielern?

Die Preise schwanken. Die Schauspieler nennen den Betrag direkt vor dem Bild. Zahlen Sie nur, wenn Sie das Foto wirklich wollen, nicht aus Gruppendruck.

Lohnt sich das Mauermuseum?

Ja, für Geschichtsinteressierte. Das Museum zeigt Originaldokumente und Fluchtgegenstände. Der Eintritt ist teuer. Planen Sie mindestens zwei Stunden ein. Es öffnet täglich von 9 bis 22 Uhr.

Was ist die BlackBox Kalter Krieg?

Eine Ausstellung zur Geschichte des Kalten Krieges am Checkpoint Charlie. Sie ist kleiner als das Mauermuseum, aber konzentrierter auf die militärische Konfrontation. Öffnungszeiten und Eintrittspreise prüfen Sie vor Ort.