Der 9. November 1989: Ablauf der Nacht des Mauerfalls an der Bornholmer Straße
Die Nacht des Mauerfalls begann an der Bornholmer Straße: Was Günter Schabowskis Pressekonferenz auslöste, warum Harald Jäger den Schlagbaum hob und was heute dort zu sehen ist.
Der 9. November 1989: Ablauf Der Nacht Des Mauerfalls an Der Bornholmer Straße
Der Erste Übergang Fällt
Der Übergang Bornholmer Straße öffnete am 9. November 1989 um kurz nach 23:30 Uhr. Es war der erste. Harald Jäger, diensthabender Leiter der Passkontrolleinheit, traf die Entscheidung ohne Befehl von oben.
Die Nacht begann für Zehntausende an dieser Brücke zwischen Wedding und Prenzlauer Berg. Sie endete erst Stunden später, als insgesamt sieben Übergänge geöffnet waren.
Was Sie Heute Sehen
Heute markiert der Platz des 9. November 1989 auf der Bösebrücke den Ort. Sie sehen dort eine Gedenkstele von Pomona Zipser, einen Abschnitt originaler Grenzstelen und eine Open-Air-Ausstellung mit Infotafeln. Kein originales Mauerstück ist erhalten. Eine Doppelreihe Kopfsteinpflaster zeigt den Mauerverlauf.
Pressekonferenz Günter Schabowski: Der Zettel, Der Die Mauer Fallen Liess
Der Zettel
Um 18:57 Uhr begann im Internationalen Pressezentrum der DDR in der Mohrenstraße die Pressekonferenz. Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros des ZK der SED, hielt einen Zettel in der Hand. Egon Krenz hatte ihn überbracht. Der Zettel enthielt die Regelung für ständige Ausreisen, nicht für eine Maueröffnung. Das geplante Inkrafttreten: der 10. November 1989 um 04:00 Uhr.
Die Worte, Die Alles Änderten
Schabowski sagte: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ Ein Journalist fragte: „Ab wann?“ Schabowski antwortete: „Sofort, unverzüglich.“ Die Live-Übertragung trug die Nachricht in Sekunden nach Westberlin und in die Wohnzimmer der DDR. Die Menschenmassen formierten sich noch am selben Abend. Sie warteten an den Übergängen. Die DDR-Führung hatte die Kontrolle verloren.
Bornholmer Straße Grenzübergang: Harald Jägers Entscheidung Ohne Befehl
Der Mann Am Schlagbaum
Harald Jäger war der diensthabende Offizier an der Passkontrolleinheit Bornholmer Straße. Gegen 21:00 Uhr erreichten die ersten Meldungen von der Pressekonferenz den Übergang. Die Menschenmassen wuchsen stetig. Grenzsoldaten und Volkspolizei versuchten, die Lage unter Kontrolle zu halten. Die Stasi hatte keine klare Anweisung gegeben. Jäger wusste, dass die Schlagbäume nicht gegen Zehntausende zu halten waren. Um 23:30 Uhr gab er den Befehl zur Öffnung. Kein Befehl von oben lag vor.
Was An Der Bornholmer Straße Geschah
Die ersten DDR-Bürger passierten die Kontrollstelle ohne Ausreiseantrag. Sie liefen über die Bösebrücke nach Westberlin. Grenzsoldaten öffneten die Schlagbäume. Die Menschenmassen strömten in beide Richtungen. Westberliner kamen mit Sektflaschen und Blumen. Trabant-Korsos bildeten sich auf den Zufahrtsstraßen. Der Ku'damm füllte sich mit Zehntausenden. Die Live-Übertragung des Westfernsehens zeigte die Szenen weltweit. Bis zum Morgen des 10. November 1989 waren sieben Übergänge geöffnet. Am Brandenburger Tor standen die ersten Menschen bereits um 22:30 Uhr auf der Mauer. Die offizielle Öffnung des Brandenburger Tors folgte erst am 22. Dezember 1989.
Maueröffnung Chronologie: Die Uhrzeiten Der Nacht Vom 9. November 1989
18:57 Uhr
Pressekonferenz beginnt in der Mohrenstraße. Günter Schabowski verliest den Zettel mit der Reisegesetz-Regelung.
22:30 Uhr
Erste Menschen klettern am Brandenburger Tor auf die Mauer. Mehrere Zehntausend versammeln sich dort.
23:30 Uhr
Harald Jäger öffnet den Übergang Bornholmer Straße. Die ersten DDR-Bürger passieren die Grenze.
Bis 04:00 Uhr, 10. November
Sieben Übergänge sind geöffnet. Der Ku'damm ist voller Menschen. Trabi-Korsos fahren durch Westberlin.
9. November 1989 Ereignisse: Was an Der Bornholmer Straße Konkret Passierte
Der Schauplatz
Der Übergang Bornholmer Straße lag auf der Bösebrücke, der Verbindung zwischen Wedding und Prenzlauer Berg. Die Brücke hieß vormals Hindenburgbrücke. Harald Jäger entschied gegen 23:30 Uhr, die Schlagbäume zu öffnen. Die Grenzsoldaten vor Ort folgten seiner Anweisung. Sie ließen die Menschenmassen durch. Kein Schuss fiel. Keine Verhaftung erfolgte. Volkspolizei und Stasi zogen sich zurück. Die DDR-Führung reagierte nicht. Jäger handelte allein.
Die Menschenmenge Und Der Moment Der Öffnung
Zehntausende drängten an der Bornholmer Straße. Viele hatten ihre Ausreiseanträge dabei. Niemand verlangte sie. Die Grenzsoldaten öffneten die Tore. Die Menschen liefen, lachten und weinten. Westberliner kamen über die Brücke. Sie brachten Sekt und Blumen. Die Live-Übertragung zeigte Bilder von der Bösebrücke. Später am Abend fuhren Trabi-Korsos durch die Straßen. Die Nacht endete ohne Gewalt. Der Mauerfall am 9. November 1989 war an dieser Stelle friedlich.
Was Heute an Der Bornholmer Straße Zu Sehen Ist: Gedenkstele, Grenzzaun Und Open-Air-Ausstellung
Das Denkmal
Am Platz des 9. November 1989 auf der Bösebrücke steht das „Mauerfall-Denkmal“ von Pomona Zipser. Es besteht aus Stahlplastiken, originalen Grenzstelen und Infotafeln. Die Open-Air-Ausstellung dokumentiert die Ereignisse der Nacht. Die Bodenmarkierung aus Kopfsteinpflaster zeigt den genauen Mauerverlauf. Kein originales Mauerstück ist erhalten. Die Gedenkstätte wurde 1990 errichtet. Jährlich am 9. November findet eine Gedenkveranstaltung statt. Sie beginnt am frühen Abend und endet mit einem Fackelzug über die Brücke. Der Ort ist frei zugänglich, kostenlos und rund um die Uhr begehbar.
So Besuchen Sie Den Ort Richtig
Der Platz des 9. November 1989 liegt an der Bösebrücke, Ecke Bornholmer Straße und Osloer Straße. Nehmen Sie die U-Bahn: U Osloer Straße (U8, U9). Von dort sind es zwei Minuten zu Fuß. Planen Sie 20 bis 30 Minuten für den Rundgang ein. Kommen Sie am späten Nachmittag, wenn die Sonne die Stahlplastiken beleuchtet. Meiden Sie den November. Trübes Wetter macht die Bodenmarkierung schwer lesbar. Verbinden Sie den Besuch mit einem Spaziergang entlang des ehemaligen Grenzstreifens nach Süden Richtung Mauerpark.
Der Häufigste Fehler Beim Besuch Der Bornholmer Straße
Nicht Nur Checkpoint Charlie
Der häufigste Fehler: nur Checkpoint Charlie und das Mauermuseum besuchen und denken, man habe die Nacht des Mauerfalls verstanden. Der eigentliche Umbruch und die entscheidenden Minuten fanden kilometerweit entfernt an der Bornholmer Straße statt. Planen Sie mindestens eine Stunde für die Anreise aus der Innenstadt ein. Nehmen Sie die U8 bis Osloer Straße. Die Distanzen zwischen den verstreuten 90er-Jahre-Relikten Berlins werden massiv unterschätzt. Laden Sie eine Offline-Karte mit historischen Overlays. Das Mobilfunknetz ist flächendeckend gut.
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