E-Werk und Bunker: die zwei Clubs in Berlin, die es nicht mehr gibt
E-Werk und Bunker waren zwei prägende Techno-Clubs im Berlin der 1990er. Wo sie standen, wann sie schlossen und was heute an der Mauerstraße und Albrechtstraße zu sehen ist.
E Werk Und Bunker Berlin Clubs: Zwei Verlorene Orte Der Neunziger
Das E Werk in der Wilhelmstraße 43 und der Bunker in der Reinhardtstraße 20 sind die beiden Clubs in Berlin, die es nicht mehr gibt. Beide standen in Mitte. Beide prägten die Technoszene der 1990er Jahre. Beide sind heute für den Clubbetrieb unzugänglich. Wer die Adressen aufsucht, findet Fassaden, die nichts mehr vom Club verraten. Das E Werk ist eine Eventlocation der E Werk Berlin GmbH. Der Bunker beherbergt die private Kunstkollektion von Christian und Karen Boros. Der Betriebszeitraum des E Werks als Club: 1993 bis 1997. Der des Bunkers: 1992 bis 1996. Die genauen Adressen, die Jahre und die heutige Nutzung sind der Schlüssel, um diese verlorenen Orte überhaupt noch lesen zu können.
E Werk Berlin Techno: Das Umspannwerk in Der Mauerstraße
Das E Werk öffnete 1993 in der Mauerstraße 80 in Mitte als besetztes Umspannwerk. Das Gebäude war 1926 als Umspannwerk gebaut worden, ein massiver Industriebau auf einem Grundstück, das direkt an der Grenze zum damaligen Todesstreifen lag. Die Clubfläche war eine Industriebrache, roh und unfertig, genau das Provisorium, das die Berliner Technoszene suchte. Der Club wurde bekannt für seine Afterhour Partys und Gäste wie Paul van Dyk. 1997 schloss das E Werk als Club. Heute steht an der Adresse Wilhelmstraße 43 ein Bürogebäude, das den Namen E Werk trägt. Die E Werk Berlin GmbH betreibt dort eine Eventlocation. Buchen Sie Ihr Ticket vorab auf der Website des E Werks, sonst kommen Sie nicht hinein. Die Fassade zeigt nichts mehr vom Club. Wer das E Werk sucht, findet eine gesichtslose Neubaufront.
Bunker Berlin Club: Der Härteste Club Der Welt in Der Albrechtstraße
Der Club Im Hochbunker
Der Bunker in der Albrechtstraße in Friedrichshain war ein fünfstöckiger Hochbunker, Baujahr 1943. Der Clubbetrieb lief von 1992 bis 1996. Der Bunker war ein Reichsbahnbunker, gebaut als Luftschutzbunker, und die Clubgäste tanzten in Betonräumen, deren Subwoofer die Wände zum Zittern brachten. Die Adresse des Bunkers war Reinhardtstraße 20, 10117 Berlin. 1996 schloss der Club.
Die Sammlung Boros Im Ehemaligen Bunker
Heute befindet sich in dem Bunker die private Kunstkollektion von Christian und Karen Boros. Sie eröffnete 2008. Der Zutritt ist nur mit einer gebuchten Führung möglich. Gehen Sie auf die Website der Sammlung Boros und buchen Sie ein Zeitfenster. Die Führung dauert 90 Minuten, die maximale Gruppengröße ist 12 Personen. Wer ohne Buchung vor dem Bunker steht, sieht einen massiven Betonkubus und eine verschlossene Tür. Nichts erinnert an die Clubzeit.
Berlin Techno Clubs 1990er: Die Provisorien Der Nachwendezeit
Berlin in den 1990ern war ein einziges riesiges Provisorium: roh, unfertig, bezahlbar und voller Lücken. Techno Clubs wie das E Werk und der Bunker besetzten diese Lücken. Das E Werk in der Mauerstraße, der Bunker in der Albrechtstraße, beide waren Orte, die ohne die Leere der Nachwendezeit nicht denkbar gewesen wären. Die Technoszene nutzte Industriebrachen, Umspannwerke und Bunker. Tresor war ein weiterer Club dieser Ära, Dubmission ein Label, das die Szene prägte.
Die Transformation Lesen Lernen
Heute sind diese Orte hinter glatten Neubauten versteckt. Wer die 1990er Techno Clubs in Berlin sucht, muss die räumlichen Zusammenhänge der Transformation verstehen. Die East Side Gallery, der Mauerpark, das RAW Gelände in Friedrichshain sind Landmarken dieser Epoche. Der eigentliche Umbau fand kilometerweit entfernt auf leeren Brachen und in Hinterhöfen statt. Verlassen Sie die bekannten Routen.
E Werk Mauerstraße: Adresse, Betriebsjahre Und Heutige Nutzung
Die Adresse des E Werks als Club war Mauerstraße 80 in Mitte. Das Grundstück grenzte an den Todesstreifen. Der Club öffnete 1993 und schloss 1997. Der Betriebszeitraum war kurz, aber prägend für die Technoszene. Die heutige Adresse des Gebäudes ist Wilhelmstraße 43. Das Umspannwerk wurde abgerissen, an seiner Stelle steht ein Bürogebäude. Die E Werk Berlin GmbH betreibt dort eine Eventlocation. Buchen Sie Ihr Ticket vorab auf der Website des E Werks. Wer die Adresse aufsucht, sieht eine glatte Fassade, die nichts mehr vom Club verrät. Der Club ist ein verlorener Ort, der nur noch in der Erinnerung der Szene existiert.
| Merkmal | E Werk | Bunker |
|---|---|---|
| Adresse damals | Mauerstraße 80, Mitte | Albrechtstraße, Friedrichshain |
| Adresse heute | Wilhelmstraße 43, 10117 Berlin | Reinhardtstraße 20, 10117 Berlin |
| Ursprüngliche Nutzung | Umspannwerk, Baujahr 1926 | Hochbunker, Baujahr 1943 |
| Club Betriebszeitraum | 1993 bis 1997 | 1992 bis 1996 |
| Heutige Nutzung | Eventlocation (E Werk Berlin GmbH) | Sammlung Boros (zeitgenössische Kunst) |
| Heutiger Zugang | Ticketbuchung über die Website des E Werks | Führung über die Website der Sammlung Boros, 90 Min, max. 12 Personen |
Die Heutige Situation: Was Man an Den Adressen Tatsächlich Sieht
Wilhelmstraße 43: Das Verschwundene E Werk
Wer heute die Wilhelmstraße 43 aufsucht, steht vor einem Bürogebäude. Nichts erinnert an das besetzte Umspannwerk, die Subwoofer oder die Dubmission Partys. Die Fassade ist glatt, der Club ist vollständig verschwunden. Der Abriss des Umspannwerks und der Neubau des Bürogebäudes machen den Ort unsichtbar.
Reinhardtstraße 20: Der Verschlossene Bunker
Wer die Reinhardtstraße 20 aufsucht, sieht einen massiven Betonkubus, den Hochbunker. Der Bunker steht unter Denkmalschutz. Die Fassade zeigt nichts mehr vom Club. Im Inneren befinden sich heute Loftwohnungen und die private Kunstkollektion Boros. Die Führung dauert 90 Minuten, die maximale Gruppengröße ist 12 Personen. Buchen Sie Ihr Zeitfenster auf der Website der Sammlung Boros. Wer ohne Führung kommt, steht vor einer verschlossenen Betontür.
Praktische Hinweise Für Die Spurensuche
Distanzen Und Routen
Unterschätzen Sie die Distanzen zwischen den verstreuten 90er Relikten nicht. Das E Werk und der Bunker liegen in Mitte, aber die Strecke zwischen Wilhelmstraße und Reinhardtstraße beträgt zu Fuß etwa 15 Minuten. Wer nur Checkpoint Charlie und das Mauermuseum besucht, hat die 90er Transformation nicht verstanden. Der eigentliche Umbau fand auf leeren Brachen und in Hinterhöfen statt.
Fahrkarten Und Kartenmaterial
Für die Spurensuche benötigen Sie eine BVG Fahrkarte, die vor Fahrtantritt entwertet werden muss. Touristen verwechseln den Entwerter Stempel häufig mit einem Kaufbeleg und fahren mit ungestempeltem Ticket. Entwerten Sie das Ticket sofort nach dem Kauf. Eine Offline Karte mit historischen Overlays ist hilfreich.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit ist Mai bis September, angenehmes Wetter für lange Spaziergänge entlang ehemaliger Grenzstreifen. Die ITB Messe im März treibt die Hotelpreise extrem in die Höhe. Der 1. Mai bringt Krawalltourismus in Kreuzberg, der die historische Perspektive überlagert. November mit trübem Wetter macht die Brachflächen Romantik schwer lesbar.
Für Wen Diese Seite Gedacht Ist Und Für Wen Nicht
Diese Seite ist für Geschichtsinteressierte der Nachwendezeit, Nostalgiker der Techno und Clubkultur, Urban Exploration Fans auf den Spuren von Brachen und Architekturinteressierte des Stadtumbaus. Besucher mit Faible für subkulturelle Nischen finden hier die genauen Adressen und die Jahre des Betriebs. Diese Seite ist nicht für Besucher, die ein homogenes hübsches Altstadtbild suchen. Wer die 90er Jahre Ästhetik nicht aktiv lesen kann, sieht nur gesichtslose Neubauten und Baustellen. Die Clubtüren sind für Unvorbereitete unüberwindbar, die Türpolitik ein Relikt der 90er Szene. Baustellenlärm und Kräne dominieren noch immer das Bild ehemaliger Brachen. Der häufigste Fehler: nur die bekannten Landmarken besuchen und denken, man habe die 90er Transformation verstanden.
Die Anreise Und Fortbewegung
Ankunft Am BER
Die Anreise erfolgt über den Flughafen Berlin Brandenburg BER. Per S Bahn S9 oder S45 oder Regionalexpress erreichen Sie das Zentrum in etwa 30 bis 40 Minuten. Ein Einzelfahrschein im ABC Bereich kostet etwa 4,40 Euro.
Fortbewegung In Der Stadt
Die Fortbewegung in Berlin erfolgt mit S und U Bahn. Sie benötigen eine BVG Fahrkarte, die vor Fahrtantritt entwertet werden muss. Der häufigste Stolperstein: Touristen verwechseln den Entwerter Stempel mit einem Kaufbeleg und fahren mit ungestempeltem Ticket. Entwerten Sie sofort. Das Mobilfunknetz ist flächendeckend gut, in Clubs herrscht striktes Fotoverbot. Kameralinsen werden abgeklebt. Wer die Kieztouren plant, braucht eine Offline Karte mit historischen Overlays. Die Distanzen zwischen den verstreuten 90er Relikten werden massiv unterschätzt.
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East Side Gallery
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Charlottenburg
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