Nach 17 Monaten Laufzeit wird die Ausstellung nineties berlin am 28. Dezember 2019 das letzte Mal öffnen und danach an diesem Standort schließen. In dieser Zeit besuchten etwa 220.000 Gäste die Ausstellung, die für den European Museum of the Year Award 2020 nominiert ist. Die Alte Münze, die dem Land Berlin gehört, soll nach nun abgeschlossenem Partizipationsverfahren insbesondere Musikschaffenden, der freien Kunst- und Kulturszene zur Verfügung stehen. Die Ausstellungsinhalte sowie -installationen werden archiviert und für die Fortsetzung an einem anderen Standort vorbereitet.

„Die laufende Ausstellung inhaltlich und gestalterisch an diesem Standort weiterzuentwickeln wäre nur dann sinnvoll, wenn sie mindestens fünf Jahre in den Räumen der Alten Münze gezeigt werden könnte. Diese Möglichkeit besteht jedoch seitens des Landes Berlin momentan leider nicht“, so Quirin Graf Adelmann v. A., Geschäftsführer von nineties berlin. Als eine der ersten Ausstellungen historisierte nineties berlin die Zeit nach dem Mauerfall in Berlin und blickt auf eine spannende sowie erfolgreiche Zeit zurück. Im Januar 2019 eröffnete in Kooperation mit den Berliner Streetstyle-Experten von OVERKILL die erste Sonderausstellung „Sneakers of the Nineties“. Im Juli folgte „30 Jahre Loveparade“, u.a. kuratiert von dem Erfinder der Loveparade, Dr. Motte (noch bis 28. Dezember 2019). Bei unterschiedlichen Veranstaltungen wie den Live Talks von „1000 Tage Techno“ (u.a. mit DJ Tanith, Wolle XDP und Mark Reeder), dem Release des adidas-Sneakers „ZX 10.000“, Zeitzeugenführungen und der Langen Nacht der Museen bereicherte nineties berlin die Berliner Museumswelt. Ein weiterer Höhepunkt ist die Nominierung für den European Museum of the Year Award 2020 durch das European Museum Forum, die im Dezember 2019 erfolgte. Für diesen Preis werden Institutionen nominiert, die es schaffen, in einer besonderen Atmosphäre ein kreatives Konzept zu präsentieren, ohne den Bildungsauftrag und die soziale Verantwortung außer Acht zu lassen. Mit inhaltlichen und technischen Innovationen wie beispielsweise dem Guide Bot, einer 286 qm großen Panoramaleinwand, einer bis dahin unkonventionellen Zusammenstellung von Interviews mit Zeitzeug*innen oder einem Gedenkraum für die Aufarbeitung der Geschichte der Opfer der Berliner Mauer überzeugte nineties berlin nicht nur Besucher*innen, sondern auch Fachkolleg*innen aus der ganzen Welt.   

Die Geschichte von nineties berlin ist aber nicht vorbei: So wird die Initiative zur Förderung der elektronischen Musikkultur Rave the Planet die Inhalte und Installationen der derzeitigen Sonderausstellung „30 Jahre Loveparade“ im Rahmen einer neuen Ausstellung, die am 13. Januar 2020 in Berlin-Mitte eröffnet, übernehmen. Derzeit finden auch fortgeschrittene Verhandlungen darüber statt, nineties berlin an einem neuen Standort zu zeigen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Pressesprecherin Vanessa Jasmin Lemke unter presse@nineties.berlin oder 030 847 123 747.