Zum 30. Jahrestag des Massenphänomens gibt der Erfinder der Loveparade, Dr. Motte, in Zusammenarbeit mit dem nineties berlin-Kurator Michael Geithner persönliche Einblicke in die außergewöhnliche Geschichte der Berliner Paraden. Die Kuratoren zeigen, dass die Idee, alle Menschen unter dem Schirm der elektronischen Musik in Vielfalt zu vereinen, bis heute in Berlin nachwirkt. Die Sonderausstellung wird bis zum 31. Dezember 2019 als Teil der Dauerausstellung zu sehen sein. sie ist im Ticket zu nineties berlin inbegriffen.

Am 1. Juli 1989 tanzte eine Gruppe von 150 Menschen auf dem Westberliner Kurfürstendamm zu Acid House. Die Loveparade war geboren, deren Teilnehmerzahl 1999 ihren Höhepunkt erreichte: „Bei der ersten Loveparade machten wir einfach, was wir wollten. Wir tanzten zur elektronischen Musik für eine bessere Welt. 10 Jahre später kamen deswegen 1,5 Millionen Menschen in Berlin zusammen. Ich glaube, wir haben damit eine besondere Zeit und Generation geprägt“, sagt Dr. Motte. Im Laufe der Jahre wuchsen jedoch auch die Herausforderungen. 2001 wurde der Veranstaltung der Status als Demonstration aberkannt, ihre Finanzierung wurde zunehmend schwieriger. Schließlich wurden die Rechte an der Marke „Loveparade“ verkauft.

Im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 31. August 2019 widmet nineties berlin das gesamte Programm der Loveparade. Neben Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung können Besucher*innen ihr eigenes Loveparade-T-Shirt mit der DruckbarWedding gestalten und ein Erinnerungsfoto mit Dr. Motte persönlich schießen. Der bekannte Fotograf Alfred Steffen präsentiert seine Portraits der Loveparade-Teilnehmer*innen von 1996 in einer exklusiven Fotoausstellung auf der Panoramaleinwand. Ein besonderes Highlight: Dr. Motte wird an diesem Abend in der Ausstellung auflegen.